Der kritische Zahnarzt

Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung. (Antoine de Saint-Exupery)

4. März 2017

 

Sehr geehrte Besucher unserer Webseite,

falls Sie die Mittdreißiger Jahre überschritten haben, könnte es Ihnen vielleicht auch so gehen wie mir. Die Nachrichten erscheinen teilweise so weit von der eigenen Wahrnehmung entfernt, dass Sie sich in die Endzeit der DDR zurückversetzt fühlen. Ich jedenfalls fühle mich vom Mainstream in großen Teilen verdummt und einseitig informiert.

Falls auch Sie das Gefühl beschleicht, dass die seit Monaten praktizierte Berichterstattung nicht der Information sondern einer ideologischen Grundausrichtung dient, dann möchte ich Sie einladen, zusätzliche Quellen zur Meinungsfindung heranzuziehen, wie zum Beispiel www.achgut.com, michael-klonovsky.de, www.tichyseinblick.de oder vera-lengsfeld.de.

Nachfolgend verweise ich gelegentlich auf Beiträge, die durch eine andere, "kritischere" Darstellung der aktuellen Situation zum Nachdenken anregen sollen. Sollte Ihnen die dargestellte Sicht der Dinge nicht zusagen, ignorieren Sie diesen Blog und wenden sich auf unserer Webseite den ureigensten zahnärztlichen Dingen zu, für die unsere Seite ja schließlich auch gemacht wurde.

 

Herzlichst, Ihr Bernd Funke.

"Junckers Handschrift" (FAZ Online, 13.01.2018)

Im Rahmen der Sondierung wurde ebenfalls eine Ausweitung von EU-Mitteln beschlossen. Das Schlimme dabei - über die Verwendung der Mittel entscheidet nicht mehr beim Bundestag, sondern das EU-Parlament!

"Das Bekenntnis zu spezifischen Haushaltsmitteln für allerlei Euro-Zwecke bedeutet nichts anderes, als dass die bisher nur für große Krisen vorgesehenen Transfers im Euroraum künftig für alles und jedes möglich würden. Und der im Unionsrecht verankerte und „parlamentarisch kontrollierte“ Währungsfonds liefe darauf hinaus, dass der Bundestag sein Kontroll- und Vetorecht über ESM-Kredite verlöre, zu Gunsten des Europaparlaments.

Schon der Ausbau der Transferunion bedeutete eine radikale Abkehr von der deutschen Position in Eurofragen. Noch schwerer wöge der ESM-Umbau. Der bisherige Finanzminister Wolfgang Schäuble hat immer darauf beharrt, dass der ESM auf einem zwischenstaatlichen Vertrag beruht und der demokratischen Kontrolle jener Länder unterworfen ist, die den Fonds finanzieren. Dass Schäubles Partei dieses Prinzip jetzt für entbehrlich hält, ist bemerkenswert."

"Bundesregierung alarmiert über EU-Flüchtlingspläne" (Spiegel Online, 13.01.2018)

Die Beschlüsse der Koalitionspartner zur Obergrenze scheinen vor dem Hintergrund aktueller EU-Konsultationen wenig Wert zu sein. Durch die stark angestiegene Einwanderung seit 2015 ist eine nationale Begrenzung europaweit gesehen wohl nur Augenwischereit!

"Danach soll nicht mehr automatisch das Land, in dem ein Flüchtling die EU erreicht, für dessen Asylverfahren zuständig sein, sondern unter Umständen das Land, in dem bereits Angehörige des Bewerbers leben. Dadurch "müsste Deutschland erheblich mehr Asylsuchende aufnehmen", heißt es in einem Vermerk des Bundesinnenministeriums. Obergrenzen würden "zunichtegemacht"."

Bemerkenswert dabei ist:

"Pikanterweise haben auch Politiker von Union und SPD im Europaparlament den Vorschlägen zugestimmt."

Die Konsequenzen der Beschlüsse seit 2015 sind wohl noch nicht in gesamten Umfang absehbar ...

Apropos Konsequenzen - GroKo importiert Sozialhilfe-Großstadt – jedes Jahr

"Es ist die Kriminalität, Dummkopf!" (Alexander Wendt, 07.01.2018)

"Geht es dir etwa schlechter?" oder "Wird dir etwas weggenommen?" - Im persönlichen Diskurs werden solche oder ähnliche Fragen immer wieder als Reaktion auf kritische Aussagen zur aktuellen Flüchtlingspolitik gestellt. Implizit wird damit unterstellt, dass Kritik an der aktuellen Politik aus Angst vor materiellen Verlusten resultiert. Auch durch Aussagen von Politikern wird diese Behauptung regelmäßig kolportiert:

"Bedroht ist der Zusammenhalt, folgt man den Reden der politischen Funktionselite, durch die ungleiche Wohlstandsverteilung im Land, aber auch in sogenannten „abgehängten Gebieten“ auf dem Land, wo es, wie Frank Walter Steinmeier in seiner Weihnachtsansprache wusste, „eine Stille gibt, die bedrohlich werden kann“."

Der eigentliche Kern insbesondere meiner Kritik, nämlich die Verschiebung von Werten und kukturellen Errungenschaften sowie einer nachweislich gestiegenen Kriminalität (s. diverese Einträge unten), wird dabei nicht thematisiert.

"Malvina, Diaa und die Liebe" (Diverse, 11.01.2018)

Momentan wird in allen Medien die Kinderkanal-Dokumentation "Malvina, Diaa und die Liebe" vom 26.11.2017 kontrovers diskutiert. Es geht um die jugendliche Beziehung zwischen dem deutschen Mädchen Malvina und dem syrischen Jungen Diaa, die vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse in Kandel zu einer gewissen Bisanz führt.  

Auch wenn für erwachsene Zuschauer deutlich wird, dass gewisse Aussagen und Vorstellungen von Diaa nicht mit dem westlichen Wertegefühl und dem Verständnis für Offenheit und Gleichberechtigung kompatibel sind, finde ich es wie die meisten Beobachter kritisch, dass die für Kinder gedachte Sendung ohne einordnende Kommentierung ausgestrahlt wird.

Zum Beispiel hätten folgende Aussagen kritisch gewürdigt werden müssen:

- „Ich habe oft das Problem mit ihm, dass ich in eine Richtung gelenkt werde, in die ich gar nicht kommen möchte“

- „Ich darf keine kurzen Sachen anziehen, immer nur lange Sachen"

- „Für arabische Männer gibt es etwas Grenzen, zum Beispiel umarmen. Das geht gar nicht bei mir. Das geht gar nicht, dass ein Typ Malvina umarmt.“

 

Integration, d.h. Anpassung an die Kultur und Sitten des Gastlandes, geht so nicht und wird auch durch den KiKa nicht weiter thematisiert. Die Dokumentation ist leider ein weiteres Beispiel dafür, dass die mediale Berichterstattung zu einer gefährlichen Arglosigkeit, hier von Kindern und Jugendlichen, führt (siehe auch meinen Eintrag vom 02.01.2018). Es wird dem jungen Zuschauer durch fehlende Kommentare suggeriert, dass die Aufgabe von westlichen Werten in Ordnung ist ...

 

"Die Lüge hat einen guten Lauf" (Matthias Matussek, 06.01.2018)

„Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.“

Die gezielte Desinformation (Verfälschung, ausgesparte Wahrheit, Sprachregelung) durch Politik, Medien und Kirche, die ich ebenfalls schon seit geraumer Zeit so empfinde (s. obigen Eintrag vom 04.03.2017), führt vor dem Hintergrund des stetigen Stroms dieser Aussagen entgegenstehender Fakten (s. auch Einträge unten vom 03. und 05.01.2018) zu einem Vertrauensverlust und dem Abwenden von Teilen der Bevölkerung.

Matthias Matussekk schreibt einen lesenswerten Artikel, der wesentliche Punkte in einen nachvollziehbaren Gesamtkontext bringt.

"Vergewaltigung – Opfer ohne Lobby" (A. Meyer u. D. Dienstbühl, 05.01.2018)

In der Mitgliederzeitschrift der Gewerkschaft der Polizei vom Dez. 2017 ist vor dem Hintergrund von #metoo usw. ein aufrüttelnder Artikel erschienen, der die aktuelle Vermischung und dadurch Relativierung von gefühlter und tatsächlicher sexueller Gewalt anprangert.

"Aber Halt! Es ist kein sexueller Übergriff, wenn ein einzelner Mann einer Frau ein einfaches Kompliment macht. Es ist kein Akt eines übergriffigen Sexismus, wenn ein Mann einer Politikerin coram publico das Kompliment macht, sie sei hübsch – auch wenn sie danach noch so aufgebracht darüber twittern mag. In solchen Situationen ist jede Frau handlungsfähig, nichts geschieht gegen ihren Willen und häufig noch nicht mal in böser Absicht. Es ergeben sich daraus keine Situationen, die angsteinflößend sind.

Die Übertreibung und das Aufbauschen solcher Sachverhalte ist eine Verhöhnung des Schicksals einer jeden Frau, deren Willen gebrochen, die tatsächlich gedemütigt, erniedrigt und gezwungen wurde, Haut, Hände, Zunge und Geschlechtsteil überall an und in ihrem Körper zu spüren."

"Gewalt durch Zuwanderer" (Welt Online, 03.01.2018)

Auch wenn das vielen Medienschaffenden sicher nicht gefallen wird - das Bauchgefühl der Bevölkerung wird nun durch die Statistik bestätigt. Welt Online schreibt:

"Die Zuwanderung von mehr als eineinhalb Millionen Ausländern über das Asylsystem hat zu einem spürbaren Anstieg von Gewalttaten geführt."

Leider wird im weiteren Verlauf des Artikels versucht, die realen Fakten durch kulturelle und soziologische Faktoren zu relativieren. Hierzu empfehle ich auch den Kommentar von Michael Klonovsky vom 4. Januar 2018.

"Malte, Murat und die Liebe wie in Hollywood" (Anabel Schunke, 02.01.2018)

Vor dem Hintergrund des Schicksals der 15-jährigen Mia geht der Artikel der Frage nach, "was junge Mädchen und Frauen dazu antreibt, sich auf diese jungen Männer einzulassen", und findet im Kern folgende Antwort:

 

"... Denn anders als die meisten deutschen Männer sprechen diese jungen Männer in deutlicheren Worten über Gefühle. Nach kurzer Zeit fallen bereits Worte wie „Schatz“ und „Liebe“."

"Es ist die Ambivalenz des jungen deutschen Mannes, der oft in Abgrenzung zum temperamentvollen muslimischen Macho zugleich domestiziertes Weichei und schroffer Rationalist ist, der keine Sehnsüchte mehr zu wecken imstande ist."

 

Jedoch sind an der Distanziertheit deutscher (westlicher) Männer auch aktuelle politisch gewollte und geförderte (Fehl?-)Entwicklungen nicht ganz unschuldig.

 

"Fairerweise muss jedoch auch gesagt werden, dass das Problem ein hausgemachtes ist. Es gehört zum eigenen Selbstbetrug, den deutschen Mann unter dem Deckmantel der Emanzipation zu domestizieren und ihm immer dann Sexismus zu unterstellen, wenn er sich in Komplimenten und Höflichkeit übt, während man Murats Machogehabe mit einem Kultur- und Exotenbonus bedenkt – weil man sich insgeheim doch nicht den Soziologiestudenten und gegenderten Frauenversteher wünscht, sondern den richtigen Mann, der zeigt, wo es langgeht und dabei doch Gefühle zeigt."

 

Und in letztendlicher Konsequenz führt auch eine zu euphemistische Medienlandschaft (s. auch meinen untigen Blog-Eintrag vom 19.07.2017) zu einer gefährlichen Arglosigkeit. Die bei "besorgten Bürgern" schon seit langen gefühlte Kriminalitätsentwicklung ist ja nun erst seit kurzer Zeit auch amtlich bestätigt (s. Blog-Eintrag oben):

 

"Es ist nicht Mias Schuld, sondern die Schuld einer Politik und medialen und gesellschaftlichen Debatte, die Vorsicht als Rassismus brandmarkt. Die nur den Blick nach vorne und die Schönrednerei kennt. Die Gefahren negiert und kulturelle Muster zu Einzelfällen macht. Deren größte Angst die angebliche Fremdenfeindlichkeit einer Gesellschaft ist. Und die nichts mehr fürchtet, als in die „rechte Ecke“ abgeschoben zu werden"

 

"Afrika braucht die jungen Afrikaner in Afrika" (Vera Lengsfeld, 31.12.2017)

Der Präsident Ghanas hat am 3. Dezember 2017 in einer Rede auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Manuel Macron die aktuelle Migrationskrise und die verfehlte Entwicklungspolitik der Industrieländer in Zusammenhang gebracht, indem er letztere für die Abhängigkeit Afrikas von stetigen Geldzuflüssen und die Perspektivlosigkeit vieler junger Menschen verantworltich macht. Er fordert zu einem grundsätzlichen Umdenken auf.

"Wir können eine Politik nicht länger so fortsetzen, eine Politik für uns, für unser Land, für unseren Kontinent, die darauf basiert, dass uns die westliche Welt, Frankreich oder die EU unterstützt. Das wird nicht funktionieren. Es hat nicht funktioniert und es wird nicht funktionieren."

"Wir müssen uns von der Mentalität der Abhängigkeit frei machen, von dieser Frage des „was kann Frankreich für uns tun?“. [...] Wir müssen uns fragen, was wir in diesem 21. Jahrhundert tun müssen, damit Afrika herauskommt aus seiner Demutshaltung und der Bettelei um Hilfe, Mitleid und Almosen. Angesichts seiner Ressourcen sollte es eigentlich der afrikanische Kontinent sein, der anderen Regionen Geld gibt. Wir müssen eine Mentalität entwickeln, die sagt: „Wir können das.“

"Migration als Bewegung von Menschen wird heute manchmal als ein neues Phänomen dargestellt. Aber daran ist nichts neu. Die Bewegung von Menschen ist so alt wie die Menschheit; und sie hat immer die selbe Ursache: die fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten für den Menschen vor Ort. Also begibt er sich woanders hin. Wer von Ihnen mit der Geschichte des 19. Jahrhunders vertraut ist, weiß, dass die größten Migrationswellen im Europa des 19. Jahrhunderts, oder der größte Teil davon, aus Irland und Italien kamen. [...] Heute hören wir das nicht mehr, heute sind junge Italiener in Italien und junge Iren in Irland. Wir wollen, dass junge Afrikaner in Afrika bleiben"

"Wir haben die „Alles egal”-Phase erreicht" (Annette Heinisch, 11.12.2017)

Der Artikel thematisiert durchaus nachvollziehbar die schleichende Unterwanderung herrschender (Grund-) Gesetze durch ideologisch getriebene, sich über Recht und Gesetz hinwegsetzende, Entscheidungen durch die Politik - die möglichen Folgen dieses Handelns werden dabei  regelmäßig mit Verweis auf humanitäre Gründe nicht diskutiert:
"..., dass eine Deparlamentisierung stattgefunden habe, das heißt eine weitgehende Entmachtung des Parlaments durch die Exekutive. 'Es wurden häufig ebenso überraschende wie übereilte Exekutiventscheidungen getroffen, die eigentlich der parlamentarischen Beratung und Legitimierung bedurft hätten.' Er führt als Beispiele die Aussetzung der Wehrpflicht, die sogenannte Energiewende und als gravierendsten Fall die Flüchtlingsentscheidungen vom Herbst 2015 an."

"Gleiches gilt für den Vorschlag bezüglich der „Vereinigten Staaten von Europa“. Niemand stellt auch nur die Frage in den Raum, ob das mit unserem Grundgesetz überhaupt vereinbar ist; das scheint völlig egal. Das Grundgesetz enthält nämlich keinen Selbstzerstörungsmechanismus, die Auflösung Deutschlands ist schlicht nicht geregelt.

Vielmehr ist Deutschland seinerseits ein föderaler Staat, wobei nur der Bund einzelne Kompetenzen auf supranationale Vereinigungen übertragen kann. Bezüglich der wesentlichen Elemente gibt Art. 79 Abs. 3 GG eine sogenannte Ewigkeitsgarantie."

"Niemand leidet so sehr wie Deutschlands Journalisten" (Ramin Peymani, 21.11.2017)

Weil es im letzten Beitrag um voreingenommene Berichterstattung ging ...  hier noch ein Artikel mit einem Youtube-Video, welches den aktuellen Zustand der Medien widerspiegelt (Interview von Frau Slomka und Herr Lindner)

"Messerstecher gibt es nicht nur in Altena" (Peter Grimm, 28.11.2017)

Ein aktuelles Ereignis zeigt wieder einmal deutlich, wie selektiv die Berichterstattung in Deutschland erfolgt:

"Diese Messerattacke [Anm.: in Altena] ist eine verachtenswerte Tat, die all die Verurteilungen von Regierungsmitgliedern verschiedener Couleur aus Bund und Land selbstverständlich verdient. Noch glaubwürdiger wären diese Verurteilungen, wenn es die gleiche Empathie auch für all die Opfer von Messerattacken gäbe, deren Zahl in den letzten Jahren so enorm zugenommen hat. Mindestens ein Toter und vier Schwerverletzte durch Messerangriffe waren zeitgleich mit dem Bürgermeister zu betrauern. Doch ihrer nimmt sich kein Minister an. Warum gibt es diese selektive Wahrnehmung?."

"Die Kehrseite des Familiennachzugs" (Necla Kelek, 26.11.2017)

"Der Familiennachzug ist der Schlüssel zur Integration" - Diese aktuell immer wieder zu hörende Aussage basiert mehr auf Gefühlen denn auf Fakten. Empirische Befunde werden in der Regel zur Überprüfung dieser Hypothese nicht vorgelegt. Ein Artikel von Frau Kelek liefert einen ganz anderen Blick auf die Behauptung:

"Als man 1972 einen Anwerbestopp für Gastarbeiter beschloss, erlaubte man gleichzeitig den Nachzug von Frauen und Kindern vor allem aus der Türkei. Dies führte zum Import des islamischen Familiensystems. Man zog nicht aus dem anatolischen Dorf nach Deutschland, sondern zur Familie in die bald in sich geschlossene Community von Moschee und Kulturverein. Dies hat Integrationsprobleme und Parallelgesellschaften erst geschaffen."

Selbst die in dieser Hinsicht eher unverdächstige "Zeit" sieht die Behauptung kritisch.

"Das ist aber aus mehreren Gründen zweifelhaft. Erstens haben Migrations- und Integrationsexperten Zweifel, ob das Nachholen der Familien tatsächlich in jedem Fall die Integration erleichtert. Erfahrungen mit der ersten Migrantengeneration, den Gastarbeitern, zeigten eher, dass dann Parallelwelten entstehen, in denen die Migranten mit ihren Familien leben – abgetrennt von der übrigen Bevölkerung."

"Zweitens kann die CSU zu Recht darauf verweisen, dass bei der betroffenen Flüchtlingsgruppe ja gerade keine dauerhafte Aufnahme und deshalb Integration vorgesehen ist. Erlaubte man ihnen, ihre Familien nachzuholen, würde sich ihr Aufenthalt verfestigen. Ganze Familien irgendwann abzuschieben ist wesentlich schwieriger und stößt auf noch stärkeren Protest als bei einzelnen Migranten ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus."

"Merkel – ein Rückblick" (Wolfgang Streeck, FAZ, 16.11.2017)

Finanzkrise (ESM "Rettungsschirm" und EZB-Anleihekaufprogramm), Energiewende (erst Atomverlängerung und dann Atomausstieg, EEG-Umlage, höchste Stromkosten und verfehlte Klimaschutzziele), Flüchtlingskrise (Grenzöffnung) ... Merkel'sche Politk steht für kurzfristige Richtungswechsel, scheinbar spontane Entscheidungen und Alleingänge.

Eine ähnliche Sichtweise spiegelt sich nun auch in einem FAZ-Gastbeitrag wider:

"Die Liste der Merkel’schen Politikwechsel ist lang. Bis zu ihrem beinah verlorenen ersten Bundestagswahlkampf hatte die CDU-Vorsitzende eine neoliberale Grundrevision der deutschen Gesellschaft proklamiert, gegen die Schröders „Agenda 2010“ ein Klacks war. Im Amt begann sie dann umgehend mit der „Sozialdemokratisierung“ ihrer Partei, ohne dass jemand wissen wollte, was sie in so kurzer Zeit dazugelernt hatte.

Als „Atomkanzlerin“, ausgestattet mit dem „Sachverstand der Physikerin“, setzte Merkel zugleich alles daran, den von Sozialdemokraten und Grünen ausgehandelten Atomausstieg schnellstens rückgängig zu machen. Nachdem dann aber die Bilder aus Fukushima in die Öffentlichkeit gelangt waren, verlangte derselbe technische und wirtschaftliche Sachverstand nach einer umso rascheren Abschaltung der deutschen Atommeiler. Eine Erklärung, wie sich das vorher so gewissenhaft berechnete Restrisiko in ein paar Tagen so dramatisch geändert haben konnte und warum man einem so fehlbaren Sachverstand weiterhin vertrauen solle, wurde nicht verlangt.

„Alle aufnehmen, das können auch wir nicht schaffen“, hatte Merkel dem Flüchtlingsmädchen Reem vor laufenden Kameras erklärt und war dafür im Internet zur „Ice Queen“ erklärt worden. Schon kurz danach hieß es bei Anne Will „Wir schaffen das“, bis ein paar Monate später sich „nicht wiederholen“ durfte, was soeben noch menschenrechtlich und christlich geboten und technisch ohnehin nicht zu verhindern gewesen war. Und sobald die „Ehe für alle“ drohte die nächste Koalitionsbildung zu erschweren, verwandelte sie sich von einer politischen in eine Gewissensfrage.

Plötzliche Politikwechsel belasten den Vertrauenshaushalt eines Staates und bedürfen deshalb besonderer Rechtfertigung."

"Was man einmal Heimat nannte" (Anabel Schunke, 17.11.2017)

Durch aktuelle, extern determinierte Entwicklungen verändert sich unser Lebensumfeld und ein Gefühl der Hilflosigkeit macht sich nicht nur bei Anabel Schunke breit ... ein empfehlenswerter Artikel, der eine logische Konsequenz der Ausführungen des Beitrages vom 18.10.2017 ist.

"Jede Kultur ist wertvoll, so lange es nicht die eigene ist" (Anabel Schunke, 18.10.2017)

Die Autorin und freie Journalistin Anabel Schunke stellt heraus, dass Integration nur funktionieren kann, wenn die aufnehmende Gesellschaft ihr Recht auf nationale Identität und Stolz auch wahrnimmt. Ansonsten sind Phrasen wie "Integration" oder "multikulturelle Gesellschaft" ohne Relevanz ... wenn die eigene Kultur negiert wird, gibt es keine Gesellschaftsordnung, in die sich Migranten integrieren können. Einzig die Kulturen der Einwanderer und gerade nicht der Deutschen sind dann Teil einer multikulturellen Gesellschaft.

 

Hier einige, prägnante Zitate aus dem lesenswerten Artikel:

 

- "[...], ob auf der Welt aktuell ein Volk existiert, das sich mehr demütigen lässt, als das Deutsche."

- "Wer im Bestreben, auch noch jeden irgendwie inkludieren zu wollen, jedweden zuordneten Begriff vermeidet und stattdessen nur noch zu Beliebigkeitsformeln greift, die zugleich jeden und keinen umfassen können, der löst die für eine Gesellschaft so wichtigen Orientierungspunkte auf. Er zerstört damit nicht nur langfristig die gemeinsame Identifikation der einheimischen Bevölkerung als ein Volk der Deutschen, die Orientierung und Zusammenhalt schafft, er erschwert damit auch maßgeblich die Integration derer, die aus fremden Kulturen einwandern und auf derlei Bezugspunkte angewiesen sind, wenn Integration funktionieren soll."

- "Während man heutzutage jede noch so kleine Minderheit innerhalb der Gesellschaft namentlich erwähnt, [...], scheint eine gesellschaftliche Gruppe überhaupt keinen Wert mehr zu haben: Die heterosexuelle, „biodeutsche“ Mehrheit, die durch das Bestreben der Inklusion aller zur Identitätslosigkeit verdammt wird, da sie keiner kleineren Splittergruppe der Gesellschaft mit eigener Lobby angehört."

- "Nicht Fremdenfeindlichkeit macht aus „Beheimateten“ wütende Bürger, sondern die sprachliche Entziehung der eigenen Identität."

-"Und auch im Wort „Kartoffel“ von damals steckte bereits die durchaus intendierte Abwertung eines Volkes ohne Rückgrat, das sich von Migranten aller Herren Länder auf der Nase herumtanzen lässt. Dass die eigenen Werte verleugnet, keine Anpassung fordert und stattdessen jede noch so große kulturelle Unart aus anderen Ländern toleriert."

- "Wer Migrationshintergrund hat, erhält kulturellen Rabatt. Was bei Einheimischen vorsichtig formuliert unter die politisch inkorrekten Aussagen fallen würde, wird hier unter kultureller Folklore verbucht. Ebenso verhält es sich mit der Tatsache, dass wir öffentliche Islamkritik hierzulande nur als politisch gerade noch korrekt ansehen, wenn sie von Menschen mit Migrationshintergrund kommt."

- "Wer hunderttausende Muslime aufnehmen will, muss sich vom eigenen Kultur-Nihilismus verabschieden. Entweder man will funktionierendes Einwanderungsland sein und schluckt dafür die „Kröte“ des Nationalstolzes oder man muss augenblicklich aufhören, Menschen aus anderen Kulturen hierzulande aufzunehmen."

-"So lange es in Deutschland „cooler“ ist, Ausländer zu sein als Deutscher, wird Integration und vor allem Assimilation zu großen Teilen nicht stattfinden."

-"Wer wie hier in Deutschland diesen Bürgern jegliches Recht auf nationale Identität und Stolz aberkennen will, sägt an den Grundlagen einer funktionierenden multikulturellen Gesellschaft, die man doch eigentlich so unbedingt haben will."

 

"'Kampf gegen Rechts' auf Frankfurter Buchmesse? - Verwüstung beim Antaois-Verlag" (Michael Klonovsky, 11.10.2017)

Die Saat geht auf: Heute Nacht oder in den frühen Morgenstunden ist der Stand des Antaios-Verlages auf der Frankfurter Buchmesse verwüstet worden, etwa 35 Bücher wurden durch Zahnpasta, Kaffee und andere Flüssigkeiten beschädigt und in den Zustand der Unverkäuflichkeit überführt; die Linke ist doch arg infantil, was ihre staatliche Alimentierung nicht nobler macht. Am Vormittag gab es linke "Protestveranstaltungen" – in Deutschland protestiert ja nicht die Opposition, sondern es wird gegen sie protestiert –, und auch ein paar Gesandte des Börsenvereins sollen mit total originellen antirassistischen Plakaten vorstellig geworden sein. Ob es in irgendeiner Form zu Diskussionen kommen wird – ich meine so mit ausformulierten Argumenten –, darf angesichts dieser elanlosen, bildungsfernen, aber machtgeschützten Linken bezweifelt werden.

 

"Das Schweigen der Schulen über Deutschenfeindlichkeit" (FAZ, 15.10.2010)

Erstaunlich, wie sich der Tenor in den Medien wandelt ... vor knapp sieben Jahren waren "AfD-Meinungen" noch Mainstream-tauglich ... Die FAZ oder Stern TV berichten über Gewalt von vorwiegend muslimischen Mitschülern gegen Deutsche ...

 

"Nachlese zur Bundestagswahl" (Vera Lengsfeld, 27.09.2017)

Von Gastautor Wolfgang Schimank

Es war schon vor der Wahl klar, dass wir Merkel als Kanzlerin nicht loswerden. Unklar war nur, in welcher Konstellation sie weiter machen wird. Jetzt soll „Jamaika“ kommen und damit sind die Grünen wieder an der Macht, obwohl sie als schwächste Partei in den Bundestag eingezogen sind, was alles andere als ein Regierungsauftrag ist. Die antideutsche (Kriegs-)Partei,hat ja schon in der rot-grünen Koalition unter Schröder / Fischer gezeigt, wozu sie imstande ist. Ich meine damit den Balkankrieg, wegen dem die Grünen unter Josef Fischer  ihren Pazifismus aufgaben und die anscheinend schon von vielen vergessene VISA-Affäre!

Damals strömten viele Ukrainer dank eines Staatssekretärserlasses der Grünen unkontrolliert in unser Land. Es gab Schlepperorganisationen und eine damit zusammenhängende Kriminalität. Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor? Gegenüber heute war das alles noch bescheiden. Vielleicht hat Angela Merkel von dort ihre Inspiration für ihre Flüchtlingspolitik bekommen...

Damals allerdings hat sie gegen diese unkontrollierte Zuwanderung lautstark protestiert. Die CDU-Vorsitzende forderte einen Untersuchungsausschuss und die Überprüfung von Hunderttausenden erteilten Visa. Letztendlich ging das alles unter, weil plötzlich die Bundestagswahlen vorgezogen wurden. Die Partei von damals war nicht die CDU von heute. Unter Angela Merkel hat die CDU ihre konservativen und liberalen Ideen über Bord geworfen und deren Protagonisten gleich mit entsorgt.

Linksgrüne Journalisten und Politiker feierten den von Merkel forcierten Linksruck der CDU als „Modernisierung“. In Wahrheit verfolgt sie damit zwei ganz andere Ziele: Erstens geht sie der Kritik der mehrheitlich in den Mainstream-Medien vertretenen links oder grün orientierten Journalisten aus dem Weg. Zweitens kann sie, indem sie alle Kräfte in ihrer Partei ausschaltet, die für die Aufrechterhaltung des Nationalstaates, für Heimatverbundenheit und für die Einhaltung von Recht und Gesetz eintreten, ungehindert ihren globalistischen Kurs durchsetzen, der im Sinne einer kleinen „globalen“ Elite, einschließlich von George Soros, ist. Das Wohlwollen linksgrüner Journalisten und Politiker lässt sich nur damit erklären, dass sich hier die Interessen überschneiden: Der Nationalstaat muss weg! Insofern dürfte es niemanden verwundern, wenn Angela Merkel, linksgrüne Politiker und die Mainstream-Medien tagtäglich den Bürgern weismachen wollen, dass alle Probleme nur noch auf internationaler Ebene gelöst werden können…

Heute ist die CDU rot-grün mit einem Schuss Verachtung für das eigene Volk. Ihre Politik der Beliebigkeit wird geschickt verpackt und als alternativlos dargestellt. Das einzige was zählt, ist der Machterhalt, der Zugang zu den vom Volk erwirtschafteten Geldern. Die Parteien und parteinahen Stiftungen sind unter Merkel wohlhabender denn je geworden. Es ist schon ein Stück Ironie, wenn eine demokratisch gewählte Politikerin wie eine Monarchin ohne jeglichen Widerstand schalten und walten kann, wie sie will. Herr Erdogan, so geht „Demokratie“!

Ich denke, die FDP wird bei der Jamaika-Koalition nur ein Anhängsel sein, wie in der schwarz-gelben Regierung oder wie die CSU in der letzten Legislaturperiode. Wenn es um die „Gestaltung“ der „neuen“ Europa-Politik mit dem französischen Präsidenten Macron geht, wird Angela Merkel sicherlich die Freien Demokraten übergehen und auf die Unterstützung der SPD zurückgreifen.

Die CSU wollte einmal gegen Merkel vor dem Bundesverfassungsgericht klagen. Der brüllende bayerische Löwe landete sehr schnell aus Koalitionsräson als kuscheliger Bettvorleger von Angela Merkel. In Bayern ist die CSU für diese inkonsequente Politik abgestraft worden.

Die FDP hatte im Wahlkampf vollmundig versprochen, einen Untersuchungsausschuss einrichten zu wollen, um die Rechtsbrüche der Kanzlerin im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise untersuchen zu lassen. Außerdem will sie das Maassche Zensurgesetz rückgängig machen. Insofern wird es spannend, ob die Liberalen gedenken, diese Wahlversprechen einzuhalten.

Beim Bundestagswahlkampf hatte ich den Eindruck, als seien die Freien Demokraten eine Ein-Mann-Partei. Fast überall war nur Christian Lindner präsent. Ich hatte mal mit ihm im Internet eine Diskussion. Dort schrieb er mir, dass Angela Merkel bei der Flüchtlingskrise keinen Rechtsbruch begangen habe. (Mittlerweile ist es amtlich. Die Juristen des Wissenschaftlichen Dienstes vom Deutschen Bundestag sind zum selben Urteil gekommen wie ich.) Sie habe lediglich politisch falsch gehandelt. Außerdem bestritt er, dass es ein deutsches Staatsvolk gibt. Zu meinem großen Erstaunen hörten sich Lindners Reden in Talkshows und im Wahlkampf ganz anders an. Ist Christian Lindner ein Politiker, der nur jedem nach seinem Munde redet, ohne selbst der Überzeugung zu sein? Ist er ein männlicher Merkel?

Die Entscheidung der SPD, nach dem Wahldebakel in die Opposition zu gehen, ist nachvollziehbar. Sie könnte damit den Preis hochtreiben wollen, unter welchen Bedingungen sie erneut eine große Koalition eingeht. Es wäre denkbar, dass die CDU der SPD dann mehr Ministerposten antrügen, als es ihr zahlenmäßig zustünde.

Die Wut und Enttäuschung vieler Menschen über Angela Merkel ist überall in Deutschland greifbar. Dank der Medien-Imperien von Liz Mohn und Friede Springer und der Öffentlich-Rechtlichen Medien konnte ein schlimmeres Wahlergebnis für CDU/CSU und SPD verhindert werden. So las und hörte der Bürger gebetsmühlenartig, Angela Merkel sei die Bastion in stürmischen Zeiten. Von den in den Medien bis zu 70% vertretenen grün orientierten Journalisten wurde sie als Mutter Teresa vergöttert. Kritik an ihr hat es so gut wie gar nicht gegeben.

Man kann über die AfD denken wie man will: Mit dem Einzug dieser Partei in den Deutschen Bundestag, so meine Hoffnung, werden die Probleme endlich auf den Tisch gelegt und knallhart ausdiskutiert. Die Kuschelpolitik und das Kartell des Schweigens und Beschönigens dürften von nun an Geschichte sein. Zudem werden alle Strömungen im deutschen Volk auch im höchsten Repräsentantenhaus widergespiegelt.

Als Konsequenz aus dem dramatischen Rückgang der Wählergunst für die CDU/CSU (von ungefähr 8%) müsste Angela Merkel eigentlich zurücktreten. Leider hat sie, wie zu erwarten war, daraus keine Lehren gezogen. Sie äußerte sich, es gebe keinen Grund, etwas an ihrer Politik zu ändern, man müsse dem Wahlvolk ihre Politik nur besser kommunizieren.

Wie lange noch wollen sich die Christdemokraten, wie lange noch wollen die Deutschen diese Politikerin ertragen???

Berlin, den 26.09.2017

 

"Die Flüchtlingskosten sind ein deutsches Tabuthema" (NZZ, Wolfgang Bok 15.09.2017, 05:30 Uhr)

Die hohen Kosten der Flüchtlinge werden in der NZZ dargestellt. Dabei wird der Umgang in der deutschen Medien- und Politiklandschaft durchaus kritisch betrachtet. Folgende Aussagen verdeutlichen die dramatischen Kosten. Insbesondere der letzte Punkte sollte uns doch nachdenklich stimmen:

 

- "Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) kommt auf den Betrag von 50 Milliarden [...] Euro pro Jahr".

- "Zum Vergleich: Mit dieser Summe müssen die Bundesministerien für Verkehr (27,91), für Bildung und Forschung (17,65) sowie für Familien, Frauen, Senioren und Jugend (9,52) in diesem Wahljahr zusammen auskommen."

- " die Verwaltungsgerichte fordern 2000 weitere Richter, um die Asyl-Klagewelle zu bewältigen, die sich seit 2015 auf 200 000 Widerspruchsverfahren vervierfacht hat."

- "Inzwischen behauptet kein Ökonom oder Manager mehr, dass die massenhafte Zuwanderung für den deutschen Staat ein Segen sei. Im Gegenteil: Wegen des geringen Bildungsniveaus kalkuliert der Finanzwissenschafter Bernd Raffelhüschen, «dass jeder Flüchtling in seiner Lebenszeit per saldo 450 000 Euro kostet». Bei zwei Millionen Zugewanderten bis 2018 summiere sich das auf Gesamtkosten von 900 Milliarden Euro."

 

Aktueller Sachstand aus dem Denunziantenstadl oder Wie man Kampagnen-Journalismus macht (Vera Lengsfeld, 17.09.2017)

Für viele Filmliebhaber sind die Making-of-Teile eines Videos die interessantesten. Nachzuvollziehen, wie so ein Werk entsteht, ist oftmals spannender, als es fertig zu sehen. Seit Freitag erlebe ich am eigenen Leib, wie Kampagnen-Journalismus gemacht wird. Das ist auch lehrreich, obwohl ich auf diese Erfahrung gut verzichten könnte.

Seit Freitagnachmittag steht ein Stück des Tagesspiegel-Journalisten Matthias Meisner im Netz, in dem er behauptet, ich ließe mir „von Rechtsradikalen eine Bühne bauen“. Hintergrund ist die Einladung Pirnaer Unternehmer zu einem Bürgerforum mit Frauke Petry, bei dem ich die Moderation übernommen habe. Eine erste ausführliche Analyse habe ich schon Freitag am frühen Abend veröffentlicht.

Matthias Meisner liegen mittlerweile Stellungnahmen der einladenden Unternehmer, von Frauke Petry, der AfD und von mir vor. Der Artikel bekam zwei Updates, aber die Kernvorwürfe in Titel, Untertitel und Artikel, durch die ich, Frauke Petry, die Veranstaltung und alle einladenden Unternehmer mit Rechtsradikalen in Verbindung gebracht werden, hat Meisner nicht gelöscht.

Was ist in diesem Land los, dass sich ein Journalist einer wichtigen Tageszeitung einbildet, einen solch ungeheuerlichen Vorwurf trotz klarer Dementis aller Beteiligten und ohne Vorlage von Beweisen aufrechterhalten zu können oder zu müssen? 

Da Meisner versichert, er hätte „sehr belastbare Beweise“ für seine Anschuldigung, müssen wir uns notgedrungen noch mal damit beschäftigen. Was ist der Vorwurf? Meisner wartet mit einer Indizien-Vermutungs-Konstruktion auf, die man wohl nur in der Binnenweltsicht des Berliner Politikrummels, wo Grenzen für nicht sicherbar gehalten werden und Strom offenbar aus der Steckdose kommt, als seriösen Journalismus ansieht.

Auf Grund einer anonymen Twitternachricht aus Pirna postuliert Meisner eine Verbindung zwischen der Veranstaltung und der sogenannten „Ein-Prozent-Bewegung“. Die gibt es wirklich (ich kannte sie nicht). Eine offenbar rechts-konservative Organisation. Gründer ist der Rechtsintellektuelle Götz Kubitschek. Ist die „Ein-Prozent-Bewegung“ in Teilen oder als Ganzes rechtsradikal? Es sieht nicht so aus, Meisner liefert auch keinen belastbaren Beleg, aber im Denunziantenstadl Deutschland reicht ja der Anwurf.

Aber weiter in der Meisnerschen Argumentationskette. Der härteste Vorwurf lautet, dass auch Jürgen Elsässer Teil oder gar Mitgründer von „Ein-Prozent“ ist. Dieser ehemalige linksradikale APO-Aktivist und jetzige Putin-Versteher hat nicht das Geringste mit der Pirnaer Veranstaltung zu tun. Er taucht im Artikel wahrscheinlich nur auf, um mich bei meinem Stammblog, der Achse des Guten, anzuschwärzen. Liefert Meisner einen Beleg? Nein, er zitiert den MDR, der etwas „recherchiert“ haben will. Wohlgemerkt derselbe MDR, dessen Ballett zu Gast beim tschetschenischen Diktator Ramsan Kadyrow war (Reaktion der Redaktion: Das Ballett kannte sich mit Verhältnissen in Tschetschenien nicht aus), und derselbe MDR, der letztens eine Linkspartei-Bundestagskandidatin unter verändertem Namen als betroffene Bürgerin ausführlich zum Wahlkampfthema Wohnungsnot befragt hat (Readaktion: Wir haben den Namen korrigiert und uns entschuldigt). Ein Sender mit klaren politischen Ansichten, aber offenkundigen Schwächen in Qualitätssicherung und Hintergrundrecherche.

Woher kommt aber die Verbindung zu Pirna? Der anonyme Mahner behauptet, dass eine in Pirna gegründete Vereinigung, „Pro Patria Pirna“, ein Ableger der „Ein-Prozent“-Organisation sei. Meisner übernimmt die Argumentation. Belege? Na klar, keine. Wozu auch?

Pirna hat knapp 40.000 Einwohner: Gibt es vielleicht ein Verbindung zwischen PPP und den neun Veranstaltern? Meisner vermutet das. Belege? Wieder nicht. Aber es sollte noch mal deutlich gesagt werden, dass die einladenden Unternehmer versichern, dass die Veranstaltung von ihnen allein organisiert wird. Und dass sie natürlich nicht rechtsradikal sind. Das immerhin hat Meisner ja jetzt auch ans Ende seines Artikels gesetzt.

Und selbst wenn es familiäre oder andere Verbindungen zwischen einem der Einlader und der PPP gäbe, was wäre dann? In der denunziatorischen, beleglosen Indizienkette von Matthias Meisner steckt bis auf den dubiosen MDR-Verweis auf Jürgen Elsässer politisch nichts, was selbst einem Kampagnenjournalisten das Recht gäbe, hier „Rechtsradikalismus“ zu rufen.

Wo also sieht Meisner die Rechtsradikalen? Und wen stellt er neben Frauke Petry und Vera Lengsfeld an den Pranger? Zum Beispiel den Unternehmer, der mich eingeladen hat, ein tiefgläubiger Christ. Er beschäftigt einen Kosovo-Albaner, der von Abschiebung bedroht war, in seinem Betrieb. Der Mann, der sich illegal in Deutschland aufgehalten hatte, ist mit einem gültigen Arbeitsvertrag in das Kosovo zurückgekehrt, um ein legales Visum nach Deutschland beantragen zu können. Und jetzt muss er sich mit „Rechtsradikalismus“-Vorwürfen aus der Hauptstadt herumschlagen.

Matthias Meisner steht natürlich jetzt unter Druck. Er muss mehr liefern als einen nicht konkretisierten Hinweis auf „Recherchen“ des Qualitätssenders MDR. Deshalb stellt er jetzt den einladenden Unternehmern inquisitorische Fragen: Welchen Vereinen und welchen Parteien sie angehören oder angehört haben, an welchen Demonstrationen sie teilgenommen hätten, wie sie welche Aktivitäten bewerten würden. Auch ein schöner Zug im Denunziantenstadl: Wer in die Pressemaschinerie gerät, muss seine Unschuld beweisen. Denn der MDR und Matthias Meisner haben immer recht. Oder zumindest das Richtige gewollt. Oder zumindest gedacht, dass sie eigentlich das Richtige wollen.

Willkommen im Denunziantenstadl Deutschland. Fortsetzung folgt.

Bonustrack

Und mit Fakten nimmt es Matthias Meisner auch nicht so genau. Beispiele gefällig? Ich bin seit 12 Jahren nicht mehr im Parlament, ich war zuletzt 2009 Kandidatin für den Bundestag. Ich bin zwar einfaches CDU-Parteimitglied, hatte in den letzten Jahren aber keinerlei aktive Position inne. Dafür publiziere ich sehr viel, und die Veröffentlichungen finden Beachtung. Aus diesem Grunde habe ich auch einen Presseausweis, bin also seit Jahren eine Kollegin Meisners. Trotzdem führt er mich im Tagesspiegel im Titel des Artikels der Druckausgabe als „CDU-Politikerin“ – wenn es der Skandalisierung hilft, ist alles recht. Mich korrekt als „Publizistin“ zu bezeichnen, so viel Faktentreue ist den Leserinnen und Lesern wohl nicht zuzumuten.

Und im Untertitel des gleichen Artikels steht übrigens, dass ich „Gast der AfD“ sei. Nachweislich falsch. Das ist Meisner auch bewusst, denn in der Onlineausgabe hat er nach Hinweis der Unternehmer den falschen Übertitel „Wahlkampfauftritt“ in ein zumindest sachlich korrektes „Auftritt im Wahlkampf“ geändert. Was nicht passt, wird passend gemacht. So geht Journalismus in Deutschland heute…

 

Aktuelle Standpunkte zum Tagesgeschehen (Michael Klonovsky)

Im folgenden einige kurze Artikel zum aktuellen Tagesgeschehen von Michael Klonovsky. Falls Ihnen diese Auszüge gefallen, dann kann ich Ihnen nur die Seite https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna empfehlen.

 

*** 09.09.2017 ***

 

Die Bundessprecherin der Linksjugend, Sarah Rambatz (kandidiert auf Listenplatz 5 für den Bundestag), hat bei Facebook um "antideutsche" Filmempfehlungen gebeten; sie suche "grundsätzlich alles, wo Deutsche sterben". Auf den einsetzenden shitstorm ragierte die Hamburgerin harmvoll und schockiert; sie bat sogar um Polizeischutz. "Verstehe ich gar nicht", notiert Hadmut Danisch auf seinem Blog. "Wenn sie so auf Filme steht, in denen Deutsche sterben, warum ruft sie dann bei Morddrohungen die Polizei, anstatt einfach ein Selfie zu drehen?"

 

*** 09.09.2017 ***

 

Ein "Schock!" wird aus Österreich vermeldet: "Die aktuellen Zahlen der Kriminalitätsentwicklung in Oberösterreich haben es in sich: Ausländer begehen ein Drittel aller Straftaten. Brisant: Asylwerber begehen im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung über 20mal so viele Sex-Delikte wie der Durchschnitt!" (hier). Neid! Neid! Neid!

PS: Zugegeben, die Art, wie manche ihren Willkommensdank abstatten, ist bisweilen etwas ungelenk, zuletzt in Haltern (NRW). Eine "mutmaßliche" Gruppen-Vergewaltigung "hat in den vergangenen Tagen die ganze Region schockiert. Am späten Freitagabend soll eine 40-jährige Frau in eine Asylunterkunft gelockt und dort vergewaltigt worden sein. Direkt auf der anderen Straßenseite befindet sich eine Polizeiwache. Warum hat dort niemand etwas bemerkt?" (hier). Weil, sagt eine Polente-Sprecherin, am selben Abend das Heimatfest in Haltern stattfand: "Dort waren wir mit einem großen Aufgebot präsent. Der Einsatz war so groß, dass wir sogar Kräfte von außen heranziehen mussten." Woraus wir folgern dürfen, dass die Schutzsuchendenherberge ebenfalls ziemlich leer gewesen ist. Zumindest männerleer. Bleibt die Frage, warum die Frau dort mit hingegangen ist. Drogen? Notgeil? Zeit-Abonnentin? Abitur in NRW gemacht?

***

 

"24 Minuten gegen ARD Fake News – Ein Film von Imad Karim" (Imad Karim, 30.08.2017)

Lesen Sie hierzu auch den Artikel von Vera Lengsfeld "Die Rückkehr des Schwarzen Kanals" unten, der meine Meinung diesbezüglich recht gut widerspiegelt.

"Die Rückkehr des Schwarzen Kanals" (Vera Lengsfeld, 01.09.2017)

Merkeldeutschland wird der DDR immer ähnlicher. Nur braucht es heute keinen staatlichen Zwang mehr. Die Medien sind frei, sich  in welche Richtung auch immer zu profilieren. Dabei dürfen sie auch aus dem Auge verlieren, dass ihre Aufgabe in einer Demokratie ist, kritisch gegenüber Politik und Regierung zu sein. Aber wenn sie stattdessen anfangen, statt der Regierung die Opposition zu kritisieren und zu diskreditieren, müssen sie sich Kritik und Widerspruch gefallen lassen.

Jüngst haben sich die Journalisten Claus Hanischdörfer und Thomas Reutter von der gebührenfinanzierten ARD daran gemacht, den Islamkritiker Imad Karim als angeblichen „Hater“ und „Faker“ vorzuführen.

Die Methoden, die sie dabei verwenden, erinnern fatal an die Technik, der sich Karl Eduard von Schnitzler in seinem berüchtigten „Schwarzen Kanal“ bediente, um den „Klassenfeind“ in der BRD zu „entlarven“. Dafür war jeder Trick und jede Wahrheitsbeugung recht.

„Sudel-Ede“, wie Schnitzler in der DDR vom Volksmund genannt wurde, hatte noch eine harte Schule der Desinformation absolviert. Er hatte einen Parteiauftrag, den er gern erfüllte.

Hanischdörfer und Reutter handeln im eigenen Auftrag. Sie können nicht mal wie kürzlich Klaus Strunz von Sat 1, der eine linke Funktionärin als „zufälligen“ Studiogast dabei hatte, geltend machen, sie hätten schlecht recherchiert. Nein, Hanischdörfer hat bewusst manipuliert, um die von ihm gewünschten Aussagen zu bekommen. Das hat nichts mehr mit Journalismus, sondern nur noch mit Kampagne zu tun.

 

Hanischdörfer und Thomas Reutter

Das Schlimme ist, dass die Zuschauer auch noch den Kakao bezahlen müssen, durch den sie gezogen werden.

Hier ist Imad Karims Erwiderung.

 

"Die Alternative oder: Macht endlich Politik!" (Vera Lengsfeld, 11. August 2017)

Hinweis: Um den interessanten Text zum neuen Buch des ehemaligen Münchner OB Christian Ude für Sie etwas schmackhaft zu machen, habe ich für Sie einige spannende Stellen kopiert und Auslassungen durch [...] kenntlich gemacht. Den gesamten Text finden sie unter der unten angegebenen Quelle.

 

[...] „Wir merken zunehmend, dass wir zwar in einem Land, aber in zwei verschiedenen Welten leben“. Das politische Establishment ist der irrigen Auffassung, mit der „Realität auf Du und Du“ zu sein, während die Unzufriedenen in „einer Welt der Fake News, im postfaktischen Zeitalter“ leben. [...]

Die Unwilligkeit der Politik, Fehler einzugestehen und zu korrigieren, hat erheblich zum Vertrauensverlust beigetragen.

Ude setzt sich aber auch mit den Ursachen für die fehlende öffentliche Debatte auseinander. Es werden keine Argumente ausgetauscht, sondern abweichende Meinungen gegeißelt. Er führt den inflationären Gebrauch des Rassismus-Vorwurfs an, der nicht nur kontraproduktiv ist, sondern, je weiter er ausgedehnt wird, umso mehr den Rassismus verharmlost. [...]

Einen breiten Raum nimmt die Flüchtlingsfrage ein, die Ude als „Jahrhundertherausforderung“ sieht „mit größter Sprengkraft für unsere demokratische Ordnung, sowie das Modell offener und liberaler Gesellschaften“. Er plädiert für eine längst überfällige Unterscheidung zwischen Asylbewerbern, Bürgerkriegsflüchtlingen, Menschen, die vor Hunger und Elend fliehen und Menschen, die einfach im großen Strom mitschwimmen wollen“. [...]

Auch „Multi-Kulti“ muss kritisch hinterfragt werden. Wenn die „naive Einschätzung meint, dass jede Art von Verschiedenheit nur bereichernd und beglückend sei, dann ist das durch die Fehlentwicklungen widerlegt. Und wenn „Multi-Kulti“ tatsächlich bedeuten soll, dass das Nebeneinander verschiedener gleichwertiger Kulturen auch ein Nebeneinander gleichwertiger Regelwerke bedeute, also eine Relativierung unserer Normen und Werte…dann ist es höchste Zeit für ein Stopp-Signal“ [...]

Hier wird auch die Behauptung widerlegt, dass die Sicherheitslage nach wie vor prima sei. Wenn, wie die Medien behaupten, die Flüchtlinge nicht zu einer Steigerung der Kriminalitätsrate beigetragen haben, warum haben die Medien es sich dann auferlegt, Namen und Herkunft der Täter zu verschweigen? [...]

Ude „war fassungslos, wie viele politische und kirchliche Vertreter für alle 890 000 Flüchtlinge des Jahres 2015 ihre Hand ins Feuer legten und beteuerten, dass diese Menschen auf der Flucht vor Gewalt und Krieg allesamt keine Straftäter seien.“ Von vielen dieser Menschen weiß man bis heute nicht, wer sie sind und woher sie wirklich kommen. [...]

Im Schlusskapitel beschreibt Ude inwiefern der Souverän, das Wahlvolk, an der Misere eine Mitschuld trägt, indem es der Wahl fern bleibt. Er zählt die jüngsten Beispiele auf, wo Wahlen die Altparteien abgesetzt und neue politische Konstellationen ermöglicht haben. Warum soll das in Deutschland nicht gehen? Die Nichtwähler sind die größte Partei. Wenn die sich entschließt, einer der vielen Kleinparteien, die bei der Bundestagswahl auch antreten, ihre Stimme zu geben, könnte das auch hier das scheinbar so fest gefügte politische Gefüge erschüttern.

Nicht wählen bei der nächsten Bundestagswahl bedeutet, die gegenwärtigen Zustände zu zementieren. Wir haben eine Wechselstimmung, aber keine Alternative.[...]

 

"Zeitungen waren eher Volkserzieher als kritische Beobachter" ("Mit dem Strom" von Jochen Bittner, Zeit Online, 19. Juli 2017)

Auf der Online-Präsenz der Zeit wird eine Studie vorab vorgestellt, in der die Rolle der Medien nun auch öffentlich kritisch betrachtet wird. Hier zwei Zitate aus dem Artikel, der leider meine Meinung (s. Eintrag unten vom 24.März 2017) bestätigt:

 

"Nicht nur hätten sich die "sogenannten Mainstreammedien" (die Studie zeigt durchaus ein wenig Verständnis für den Begriff) unisono hinter Angela Merkels Flüchtlingspolitik versammelt, "Losungen der politischen Elite" unkritisch übernommen und eine "euphemistisch-persuasive Diktion" des Begriffs der Willkommenskultur verbreitet. Wer dieser Regierungslinie skeptisch gegenübergestanden habe, habe sich in den Augen vieler Journalisten der Fremdenfeindlichkeit verdächtig gemacht."

 

"Meinungsstärke habe wohl Faktenschwäche ausgleichen sollen. Nachrichtliche Texte seien häufig mit kommentierenden Passagen eingefärbt gewesen, Fachleute, Bürger und Migranten kaum zu Wort gekommen."

 

 Aktuelle Standpunkte zum Tagesgeschehen (Michael Klonovsky)

Im folgenden einige kurze Artikel zum aktuellen Tagesgeschehen von Michael Klonovsky. Falls Ihnen diese Auszüge gefallen, dann kann ich Ihnen nur die Seite https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna empfehlen.

 

*** 17.07.2017 ***

 

Spiegel online, 12 Uhr, Reihenfolge der Meldungen:

1. "Studie offenbart Methoden der AfD"
2. "Erhobene Arme bei rechtem Rockkonzert – Polizei ermittelt"
...
5. "Krawalle und sexuelle Übergriffe bei Volksfest in Baden-Württemberg"

"Und viele Journalisten wundern sich", wundert sich Leser ***, "dass sie bei Bürgern verachtet und verhasst sind."

 

*** 14.07.2017 ***

 

Die Liste der Gründe, hinter immer stärkeren Barrieren Schutz vor Schutzsuchenden zu suchen, wächst minütlich. In Hannover steht jetzt ein Marokkaner vor Gericht, der eine mit Zwillingen hochschwangere Frau verprügelt und stundenlang vergewaltigt hat (hier). In Münchner ein Süleyman, 26, der auf der Toilette der Ludwig-Maximilians-Universität eine Studentin vergewaltigt und ihr dabei einen Arm gebrochen hatte (hier). Aber auch diese U-Bahn-Tretereien oder dieser reizende Fall der Behinderung von Rettungskräften bei einem Noteinsatz haben, darauf wette ich meine Perücke, mit solchen zu tun, die noch nicht so lange hier leben. Überall wird fröhlich getreten, vergewaltigt, geraubt und gemessert, überall "Gruppen" und "Männer", die uns zugelaufen sind, meistens als Merkels Gäste, und nun allenthalben den Willkommensdank abstatten. Ein gutes Lagebild, wie es an deutschen Schulen zugehen mag, vermittelt dieser Artikel.

Der Blogger Oliver Janich hat allein für den Monat Juni eine 59 Seiten starke – unvollständige – Liste mit Gewaltverbrechen von geschenkten Menschen veröffentlicht (hier; ich habe die einzelnen Punkte nicht nachgeprüft, Leser*** weist darauf hin, dass auch ein Unfall und mindestens eine ungeklärte Tat dort hinein geraten seien). Hier noch ein paar Zu- und Draufgaben:

"Schreckliche Verfolgungsjagd an Essener S-Bahnhof – junge Frau wird in Grünanlage missbraucht" (hier); "Mitten in der Innenstadt: Junge Frau bei Überfall verletzt" (hier); "Mann von mehrköpfiger Personengruppe ausgeraubt" (hier), "Mann" schlägt und bedrängt junge Frau (hier); "Schülerin mit Messer bedroht und ausgeraubt" (hier); "Im Krankenhaus überfallen und beraubt" (hier); "17jähriger bei Messerattacke verletzt" (hier); "Südländer belästigt 66jährige sexuell" (hier); Drei Männer werfen Frau zu Boden und begrapschen sie (hier). Bemerkenswert auch dieser Fall: Mamadou G., 37. Stiefvater einer fünfjährigen Tochter, schlug das Kind mit Hammer, Stock und Gürtel, verbrühte es und bekam dafür vom Amtsgericht Berlin die drakonische Strafe von zwei Jahren Bewährung wegen "schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen, gefährlicher Körperverletzung und Fürsorgepflichtverletzung" aufgebrummt (immerhin hat er das deutsche Balg nicht umgebracht). Dem Richter versagte laut Bild bei der Urteilsverkündung fast die Stimme: "Die Fotos mit den Verletzungen des Kindes kriege ich nicht aus dem Kopf. Dazu die dramatischen psychischen Folgen. Angeklagter, was Sie getan haben, ist ein Verbrechen." Warum er das Schwein dann nicht eingesperrt hat? Vielleicht weil der Mann aus Gambia seine Stieftochter immer wieder rituell verprügeln musste, denn sie hatte "rote Dschinn in Menschengestalt mit Hörnern" herbeigerufen...

Sicherheit ist die soziale Frage dieser Zeit. Die sozial Schwachen sind dem importierten Gelichter hilflos ausgeliefert. Jeden Tag kommen ein paar hundert Opfer und ein paar tausend Eingeschüchterte hinzu, doch die staatliche Dressur sitzt. Außer der AfD (bei der CSU weiß man's nicht so genau) sind alle Parteien für eine Fortsetzung der Masseneinwanderung und gegen Obergrenzen. Trotzdem kann die Frau im Kanzleramt laut Umfragen bei der Bundestagswahl mit bis zu 40 Prozent der Stimmen rechnen. Die kollektive Irrsinnsgeneigtheit ist diesem Volk seit ca. 1918 fest in seine Mentalität, die natürlich nur ein soziales Konstrukt ist, eingeschrieben. 1944 waren die braven Deutschen ja auch fast alle sauer auf Stauffenberg, obwohl ihnen täglich Bomben auf die Städte geschmissen wurden und der Russe gefährlich näher kam.
...
Parallel zur Preisgabe ganzer Stadtteile an die Einwanderer-Communities wird der "Kampf gegen rechts" an Schärfe zulegen.
 

***

 

"Die Angst vor dem politischen Islam ist da, doch singt man laut im Walde" (NZZ, Rüdiger Safranski 06.05.2017, 05:30 Uhr)

Oftmals ist es zur Meinungsbildung hilfreich, die Blickrichtung zu ändern und eine Schritt zurückzugehen, um Sachverhalte "von außen" zu betrachten. In der oftmals emotionalen deutschen Debatte ist daher die Meinung ausländischer Medien interessant. Als deutschsprachiges Medium ist hier die Neue Züricher Zeitung (NZZ) zu empfehlen.

 

In der NZZ ist z.B. ein Interview mit Rüdiger Safranski zu lesen.

In einem "Rundumschlag" werden aktuelle Themen wie

- die aktuelle mediale Berichterstattung von "gut meinenden" Journalisten,

- die Diffamierung von "konservativen" Anschauungen als rechts

- der allgemeinen "Wohlfühlmentalität" oder

- die Probleme der Integration von bspw. muslimischenn Einwanderern

behandelt.

 

"Multikulti führt zu Abkapselung" (NZZ, Martin Beglinger 27.6.2017, 05:30 Uhr)

Sehr interessante und sachlich fundierte Aussage:
Die Forschungsarbeiten des Soziologen Ruud Koopmans zeigen, dass erfolgreiche Integration nur durch Übernahme von Sprache und Lebensgewohnheiten des Gastlandes möglich ist und das auch vom Staat von den Zuwanderern abgefordert werden muss. Die Kultur der Herkunftsländer wird durch die Zuwanderer auch ohne staatliche Förderung weiterhin gepflegt und bewahrt. D.h. es kommt selbst bei einem "strengen, fordernden" Staat zur Entstehung multikultureller Gesellschaften.

 

Der ganz Europa destabilisierende Wahnsinn der Grenzöffnung (Michael Klonovsky)

Der Artikel unter folgenden Link ist zwar recht lang, liefert aber sehr interessante Ansätze zur aktuellen Migrationsdebatte. Halten Sie durch. Es lohnt sich.

Kommentare

Bitte geben Sie den Code ein
* Pflichtfelder
  • Sabine Bieber (Dienstag, 14. März 2017 08:20)

    Nur wenige Menschen erheben sich in ihrem Denken über das alltägliche Denken:
    noch weniger Menschen wagen das auszuführen und zu sagen, was sie denken.
    Claude-Adrien Helvetius